Stellungnahme der Schulkonferenz
zu den geplanten Sparmaßnahmen GGS Goldenberg (26.05.2010)
1.1. Die Zügigkeit der OGGS Goldenberg ist durch Ratsbeschluss seit dem Schuljahr 2008/09 auf 1 Zug festgelegt.
Dies bedeutet, dass die Schule keine 8 Klassen bilden kann. Darunter sind Klassenbildungen möglich, da der Gesetzgeber
bereits dann von einer Einzügigkeit spricht, wenn keine vollen 2 Züge erreicht sind.
Die GGS Goldenberg hat seit einigen Schuljahren 6 Klassen gebildet:
- 1 Zug (Klassen 1-4) Regelklassen
- ½ Zug mit 4 Jahrgängen in 2 Klassen „Montessori“.
1.2. Die Schülerzahlen haben sich in den letzten Schuljahren wie folgt entwickelt:
Schuljahr 2006/07: 143 Schüler
Schuljahr 2007/08: 140 Schüler
Schuljahr 2008/09: 149 Schüler
Schuljahr 2009/10: 153 Schüler
Für das Schuljahr 2010/11 sind 152 Schüler prognostiziert.
Diese Entwicklung steht übrigens in starkem Widerspruch zu dem alten SEP, der für das Schuljahr 2011/12 nur 112 Schüler prognostizierte.
1.3. Die Schülerzahlen sind im Zeitraum der letzten 15 Jahre von hoher Konstanz:
Schuljahr 1994/95: 148 Schüler
Schuljahr 1999/00: 155 Schüler
Schuljahr 2004/05: 148 Schüler
Schuljahr 2009/10: 153 Schüler
mit einem Tiefststand in 2001/02 mit 132 Schülern und
einem Höchststand in 1999/2000 mit 155 Schülern.
1.4. Herkunft der Schüler im laufenden Schuljahr 2009/10:
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Mitte
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Süd
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Lüttringh
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Lp/W
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Schulbezirk
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gesamt
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Regelklassen
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9
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8
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5
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4
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75
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101
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Montessori
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20
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9
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7
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0
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16
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52
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Summe
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29
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17
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12
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4
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91
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153
|
Etwa 60% der Schüler stammt aus dem ehemaligen Schulbezirk, 40% kommen von außerhalb, dabei schwerpunktmäßig aus den Stadtbezirken Mitte und Süd (30%); aus Lüttringhausen kommen nur 8%
Der Wegfall der Schulbezirksgrenzen hat für die GGS Goldenberg keine negativen Auswirkungen gehabt.
2.1. Die GGS Goldenberg ist in ihrem Bestand von den Schülerzahlen des eigenen ehemaligen Schulbezirks und durch die Zugewinne von außerhalb des Schulbezirks her für eine 1,5-Zügigkeit im Rahmen der vorgegebenen Einzügigkeit im Grunde nicht gefährdet.
2.2. Es ist davon auszugehen, dass die Akzeptanz insbesondere auch der Montessori-Abteilung über die Grenzen des bisherigen Schulbezirks hinaus weiterhin bestehen bleibt.
Konsequenzen
3.1.Im Grunde wäre so der Bestand der GGS Goldenberg durchaus gesichert. Das Schulgesetz macht jedoch die Vorgabe, wonach einzügige Grundschulen „möglichst“ als Teilstandort im Rahmen eines Grundschulverbundes fortgeführt werden sollen (also nicht müssen).
Dabei geht die Schulkonferenz davon aus, dass der Schulträger grundsätzlich zumindest mittelfristig den „Standort Goldenberg“ für eine wohnortnahe und schulwegsichere Beschulung fortführen will.
Gründe hierfür können auch liegen in
- dem Nachholbedarf an Schulraum in der Grundschule (z.B. ein Fachraum pro Zug),
- der Unsicherheit der Entwicklung der Schulstruktur im Lande verbunden mit
- der Unsicherheit über die Vorgaben für die Klassengrößen,
- dem hohen Bedarf an Räumen für den Offenen Ganztag.
3.2. Die GGS Goldenberg hat auch in der jüngeren Vergangenheit einen Schulverbund nie ausgeschlossen und hält ihn zur Zeit für machbar und im Rahmen einer Gesamtentwicklung und für den Erhalt des Standortes für erforderlich.
Ein geeigneter Zeitpunkt für die Bildung eines Grundschul-verbundes ist die bevorstehende Pensionierung des derzeitigen Schulleiters.
3.3. Für die Bildung eines Grundschulverbundes kommen nach Auffassung der Schulkonferenz zwei Möglichkeiten in Betracht:
- Verbund mit der GGS Adolf-Clarenbach (Schulbezirk Lüttringhausen)
- Verbund mit der GGS Siepen (dortige Montessori-Abteilung)
3.4. Die Entfernungen betragen:
GGS Siepen zu Fuß 1,6 km
mit PKW 2,6 km
GGS Adolf-Cl. zu Fuß 3,3 km
mit PKW 3,9 km
Somit ist die GGS Siepen nahezu noch per Fuß zu erreichen.
3.5. Die Schulkonferenz favorisiert wegen der räumlichen Nähe, insbesondere aber auch wegen der durch die jeweiligen Montessori-Abteilungen gegebenen Möglichkeiten einen Verbund mit der GGS Siepen.
Ein wichtiger Baustein des Montessori-Konzepts ist die jahrgangsübergreifende Organisation. Zur Ausschöpfung aller organisatorischen und damit auch pädagogischen Möglichkeiten sind hierfür vier Montessori-Klassen erforderlich. Die Bündelung des Angebotes in Siepen/Goldenberg könnte dies gewährleisten.
3.6. In welcher Weise die beiden Standorte der neuen Schule jeweils pädagogisch geführt werden sollen, muss der Entscheidung der jeweiligen neu zu bildenden Schulkonferenz überlassen bleiben.
Hierbei gibt es in beiden Verbünden die Möglichkeit, dass am Standort Goldenberg eine 4-klassige Montessori-Abteilung oder eine einzügige (also auch 4-klassige) Regelschule gebildet wird.
